Grafik Header
Unterkunft in NRW Ausflugstipps News Velbert

Deutsches Schloss- und Beschlägemuseum
\f1



\f0 Das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum in Velbert, mitten im Bergischen Land, lädt Sie zu einer spannenden Entdeckungsreise durch 5000 Jahre Erfindergeist im Dienste der Sicherheit ein.


Über Jahrtausende, seit die Menschen in festen Häusern leben, erfinden sie immer raffiniertere Verschlüsse, um sich und ihren Besitz zu schützen. In ägyptischen Gräbern der Pharaonenzeit fand man die Schlüssel für das Stoßriegelschloss, das im Museum ausprobiert werden kann. Römische Schlösser, Schlüssel und Beschläge zeugen von der Kunstfertigkeit der Metallhandwerker dieser Epoche.

Bei genauem Hinsehen kann man bei den Schlössern, Schlüsseln und Beschlägen die Zeichen der Zeit erkennen, in der sie geschaffen wurden. Gotische Schlösser tragen Verzierungen wie man sie von mittelalterlichen Kathedralen kennt. Die geätzten Motive auf den kostbaren Kästchen des 16.Jhs. entpuppen sich als wahre Gemälde: Männer und Frauen in Gewändern, wie Albrecht Dürer sie gemalt hätte.

Jedes Museum im Bergischen Land hat seine Mona Lisa. Das Glanzstück der Sammlung des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums ist ein Kammbartschlüssel aus dem 17. Jh. Sein komplizierter Schlüsselbart und der fein gearbeitete Griff wurden nicht gegossen, sondern mit einem kleinen Meißel kalt aus dem Material herausgeschnitten.


Das Museum in Velbert ist auch für fremde Kulturen aufgeschlossen. Die Sammlung umfasst Stücke aus 56 verschiedenen Ländern. Von reich verzierten Vorhängeschlössern aus dem Iran, Indien, Japan und China bis hin zu den geschnitzten Türen und Holzschlössern Westafrikas.

Der Standort des Museums ist nicht zufällig Velbert: Die Fertigung von Schloss und Schlüssel hat in Velbert Tradition. Die kargen Böden des Landes um Velbert brachten den Bauern nur spärliche Erträge. Deshalb verlegte man sich bereits im 16.Jh. auf die Produktion von Schlössern, zunächst in kleinen Werkstätten, wie man sie im Museum erleben kann, und später ab dem 19.Jh. in den Fabriken der Stadt.

Im Rahmen von mehrmals jährlich stattfindenden Wechselausstellungen werden besondere Einzelaspekte und Randbereiche des Sammlungsschwerpunktes unter kulturhistorischen und technikgeschichtlichen Gesichtspunkten vorgestellt.
\f1